Faktencheck:                                 Maserati Quattroporte Sport GT


Der Maserati Quattroporte V ist bezahlbar, Klassiker-Potenzial hat er definitiv auch.

 

Mit diesem treffenden Leitsatz können wir mit unseren kurzen Fahrbericht starten. 

Als Testfahrzeug nahmen wir ein Quattroporte Sport GT Duo Select der zweiten Serie aus unser aktuellen Collection.

Ab 15.000 Franken gibt es die Traumhaft schöne Limousine mit Ferrari-V8 schon. Aber was folgt nach dem Kauf, ist für viele die grosse Frage?

 

Der Maserati Quattroporte V in der seltenen Farbe Bordeaux Pontevecchio ist ein hinreissend schönes Auto. Zeitloses, detailverliebtes Pininfarina-Design schmeichelt jedem Ästhetik verliebten die Augen. Ein drehzahlgieriger, leidenschaftlich röhrender Ferrari Motor ist Musik in den Ohren. (Der Motor ist nicht eins zu eins mit dem Ferrari F430 Aggregat zu vergleichen, er wurde für Maserati angepasst und bekam eine andere Kurbelwelle etc.) Poliertes Edelholz und samtweiches Leder sind Balsam für die Seele und geben einem das Gefühl in einer Milaneser Edelboutique Platz zu nehmen.

 

Mittlerweile sind wir bereits bei der VI Generation des Quattroporte angekommen, was für einen attraktives Preisangebot der hier besprochenen 5ten Generation spricht.

 

Zehn Jahre nach Produktionsende hat der Edel-italiener die preisliche Talsohle erreicht. Fakt ist aber und das wissen wir aus unser Jahre langer Erfahrung: Gute, im Fachbetrieb gewartete Modelle auch mit Duo Select sind nur noch super selten unter Fr. 20`000 zu finden, Modelle ab 2007 mit ZF-Wandlerautomatik bieten unserer Meinung nach nicht mehr die selbe Emotion wie die Duo Select Version, aber durch den leicht geringeren Unterhalt sind die Fahrzeuge Preislich höher angesiedelt.

Sie starten Fr. 3000 bis Fr. 5000.- höher.

 

Wer in dieser Region ein gutes Auto kauft und es erhält, wird keinen Wert mehr verlieren. Der Mehrpreis für die ab Januar 2007 gebauten Quattroporte mit Sechsstufen-Wandlerautomatik von ZF ist  für komfortbetonte Fahrer gut angelegt.  

Das sequenzielle Duo Select Getriebe schaltet spät und ruppig bei falscher Wartung. Dies ist unter anderem ein Grund für den schlechteren Ruf. Wir können dies definitiv nicht bestätigen und wissen aus eigener Erfahrung, bei richtiger Wartung und Einstellung der Schalteinheit, kann auch ein Duo Select Quattroporte absolut komfortabel und Weich schalten. Bei sportlicher Fahrweise zeigt das Getriebe erst recht seine stärken und überzeugt mit messerscharfen und ultraschnellen Gangwechseln, Emotion Pur!

 

Was man aber definitiv wissen muss, so soll der Quattroporte auch für den Alltag eingesetzt werden, so ist doch die auf Komfort angelegte ZF Version die bessere Wahl. Stadtverkehr und Stau fördern den raschen Verschleiß der Kupplung. Ersatz mit allen Sensoren Etc. kostet bei uns bei aktuellen Ersatzteilpreisen knapp Fr. 5000.-.

Diese kosten schrecken die Meisten ab und wählen dadurch die ZF Version. Da diese aber einen neuen Motor bekamen, schlich sich für diese Getriebe Variante eine neue Kinderkrankheit ein, nämlich die Phasenschieber Problematik. Da diese nicht Serienmässig in der Oelzuführung über eine Rückschlag Ventil verfügen (erst ab MY10), läuft bei nicht Betrieb des Motors alles Oel zurück in die Oelwanne.

Dies führt dazu, das bei starten des Motors diese noch nicht geschmiert sind und dadurch ein Verschleiss entsteht.

Wenn man das früh bemerkt können wir dies Kostengünstig optimieren und das erwähnte Rückschlagventil verbauen.

 

Als Fakt können wir also sagen, es ist am Ende eine Charakter Frage für welche Version Sie sich entscheiden. Spass machen beide und jede Modelvariante hat seine Vor und Nachteile.

Unser Herz schlägt tatsächlich ein wenig mehr für die Duo Select Version, da diese über in der Luxusklasse einmalige Technologie besitzt.

Motor mit Trockensumpfschmierung (Motorsport), Transaxel (Getriebe auf der Hinterachse), Gewindefahrwerk (nur erste Duo Select Version)  usw.

Wir hoffen dieser kleine Einblick und Facktencheck zum Quattroporte Duo Select hilft Ihnen sich einfacher zu Entscheiden welche Version es nun werden sollte.

 

Bericht:

Thierry Hussel

 



Faktencheck:                                 Maserati Granturismo MY 2012


Maserati Granturismo Sport, der noch bezahlbare Traumwagen!

 

Wenn ein Auto 15 jahre nach seinem Debüt noch die Köpfe verdrehen kann, dann ist es der Maserati Granturismo Sport.

Kein Auto polarisiert mehr als der Granturismo, auffällig und doch ein Gentleman. Er ist laut und wie aber doch akzeptiert, dies sind Punkte die nur Maserati hinkriegt. Wenn ein Ferrari oder Lamborghini ähnlich laut ist stosst er meist auf negative Reaktionen, nicht der Maserati Granturismo, sein Klang, entschuldige "Musik" die aus dem Abgasstrang entweichen lassen jeden Petrolhead dahinschmelzen.

Es gibt kein Auto das so ein infernalischer und jedem bekannten Sound entwickelt wie der Maserati es tut.

Alle die mich kennen, wissen das ich nicht zurückschrecke auch negatives und Ihre Schwachpunkte betone die jedes Model haben kann.

Bein einem Granturismo der zweiten Serie ab 2012 sind dies aber ganz ganz wenige.

Wir reden hier von einem verdammt gutem Fahrzeug.

Maserati ist ein Hersteller der lernt und immer weiter entwickelt, alle Schwachpunkte die bei der ersten Serie noch vorhanden waren wurden ausgemerzt und nahezu an jeder Schraube Hand angelegt.

Von Motor, zu Fahrwerk, Bremsen, Lenkung, Automatik Abstimmung, Innenraum Qualität usw. alles wurde optimiert.

 

Wir haben den Luxus selbst so ein Fahrzeug in unserer Collection zu haben und geniessen nicht nur den Anblick, nein auch jedem Kilometer in Fahrt.

 

Nahezu kein Fahrzeug kann besser, eleganter und sportlicher Kilometer fressen wie ein Granturismo.

Dabei wirkt er nie gespielt Modern oder altbacken.

Er ist nahezu, auch wenn dies nie existieren wird perfekt.

Ausgewogen mit genügend Restkomfort verdammt schnell und sogar auf der Autobahn für diese Klasse sparsam Unterwegs.

Da Maserati dem Granturismo einen langen 6ten Gang spendiert hat, können die Cavallinos aus Manarello auch genügsam gefüttert werden, was faktisch heisst, lange und schnelle Autobahnfahrten gehen klar unter 10liter Durchschnittsverbrauch.

 

Sie sehen, es gibt keine wirklichen Gründe sich keinen Maserati Granturismo in die eigene Garage zu stellen.

Wir können Ihnen nur empfehlen, sich einen der letzten gut erhaltenen Fahrzeuge zu Kaufen und jeden Kilometer damit zu geniessen.

Der Nachfolger ist bereits in den Starlöchern, leider nur noch mit V6.

 

Bericht:

Thierry Hussel

 

Abgebildetes Fahrzeug finden Sie unter folgendem Link:



Faktencheck:                                                       Maserati Biturbo si


Maserati Biturbo, mehr Stoff für Diskusionen ist kaum möglich aus dem Hause Maserati.

 

Die von 1981 bis 1994 gebaute Biturbo Serie hat definitiv nicht den besten Ruf.

 

Gerechtfertigt?

Ja und Nein, denn die ersten noch über Vergaser betriebene Motoren haten definitiv Ihre Probleme und Qualitätsmängel, aber man sollte doch Fair bleiben.

Die Biturbo Modelle entstanden durch Ihren neuen Besitzer De Tomaso, der mit der Edelmarke Volumen und Geld machen wollte.

Immer ein riskantes Spiel, das sich auch schnell rächen kann.

Maserati war ein absoluter Highend Hersteller, der nur Autos in limitierter Stückzahl für die schönen und reichen baute.

Der vorherige Besitzer Citroen verlor dieses Spiel, in einem Markt der zu dieser Zeit viele Auf und Abs erlebte.

 

Diesem Risiko wollte der neue Eigner entgegen setzen und bringte den nun für gut Verdiener den "bezahlbaren" Biturbo auf den Markt.

Preislich in die Richtung anderer Premium Hersteller und weg von den absolutem Luxussegment.

 

Gerne lesen wir in Deutschen Testberichten wie schlecht doch die Qualität war im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz.

In der Realität ein Witz, da die Deutschen Hersteller für einen ähnlichen Preis gerade mal die hälfte an Leistung bot und man in einem Innnenraum Platz nehmen musste der etwa soviel Charme wie ein Kühlschrank versprühte.

Die Kunsstoffwahl der Deutschen Kontrahenten war ebenfalls haptisch auf Kühlschrank niveau, währendessen der Maserati feinstes Leder, Echtholz und Alcantara bot soweit das Auge reicht.

Über die damals in der Klasse einmaligen Sechszilinder Motoren mit Turboaufladung wollen wir gar nicht erst sprechen.

Die Konkurrenz hatte öde Sauger und selbstverständlich nicht im schlage eines Alfa Aggregats.

 

Sie sehen auf was ich hinaus will, der Maserati lieferte das doppelte zu ähnlichem Preis wie die Konkurrenz aus Deutschland.

Das da Abstriche irgendwo gemacht werden müssen war klar und dies betraff vorallem die ersten Serien.

 

Da ich hier keine Kaufberatung machen will, mache ich es kurz. Die Kinderkrankheiten können heutzutage zu vernünftigen Konditionen beseitigt werden, sodass man sich über zu geringe Oelversorgung der Zilinderköpfe zum beispiel nicht mehr sorgen machen muss.

 

Wie fährt es sich?

Gut, nicht im schlage eines Alfa (Fahrdynamisch) aus dieser Zeit aber definitiv auch nicht schlechter als die Konkurrenz.

Bremse und Leistung spielten aber für die Klasse wieder in einer höheren Liga.

 

Wir hatten den Luxus einen wundervoll gepflegten Biturbo Si zu ergattern, von einem sehr netten Herren der den Wagen 20 Jahre gehegt und gepflegt hat sowie alle kleinen Macken über die Jahre beseitigt und optimiert hat.

 

Der schöne Biturbo sprint auch nach längerer Standzeit wie ein Neuwagen ohne Mucken an und macht mit seiner tadelloss funktionierenden Klimaanlage auch die Fahrt im Hochsommer zum Genuss.

 

Die tiefen Preise auch für gut gepflegte und gewartete Fahrzeuge sind unserer Meinung nach eine wahre Chance.

Der Biturbo beginnt Fahrbereit bereits zu preisen eines Oldtimer Fiat 500 oder "Gummilippen" 3 Serie Alfa Spider, aber hej Sie fahren einen Maserati!

 

Verpassen Sie disen typischen 80er Jahre Sportwagen nicht mit seinem ganz speziellem Charakter.

Viele gute Fahrzeuge gibt es nicht mehr!

 

Bericht:

Thierry Hussel